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Jüdische Schülerinnen und Schüler [Schulen im Nationalsozialismus]
[[Impressum]]
Ein Überblick über die Gymnasien in Steglitz-Zehlendorf
 

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Jüdische Schülerinnen und Schüler

„... starkes Hindernis - möglichst vollständige Rassentrennung ...“

 Fichtenberg-Gymnasium, Stolperstein Großbildansicht Der Rassismus - insbesondere seine antisemitische, zunächst auf Entrechtung und Ausgrenzung, dann auf Vernichtung „nichtarischer“ Menschen zielende Ausprägung - ist ein Wesensmerkmal des Nationalsozialismus. Die Ausgrenzung fand auch in den Schulen statt, auch in den Steglitz-Zehlendorfer Oberschulen.
Die in der Homepage der meisten Gymnasien mitgeteilten Daten gehen an dieser ideologisch, schulpolitisch und menschlich in den Schulalltag eingreifenden Problematik vorbei!
Nur selten wird dieser zentrale, gerade für das deutsche Bildungsbürgertum folgewirksame Aspekt in der Homepage beachtet.
Nur sehr vereinzelt (Arndt-, Fichtenberg-Gymnasium) ist festgehalten, dass auch das Schicksal jüdischer Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler zur Geschichte der Schule zählt.

In den Schularchiven gibt es aber klare Hinweise.
In den Statistiken der Jahresberichte werden die Schülerinnen und Schüler getrennt aufgeführt nach „nichtarisch“, „jüdisch“, „mischblütig“ etc. - bisweilen sogar mit genauen Zahlenangaben.

Die Anzahl jüdischer Schülerinnen und Schüler an den Oberschulen in Steglitz und Zehlendorf, soweit sie als solche registriert waren, war 1933 klein (im Durchschnitt etwa jeweils 12) und wurde nach 1933 von Jahr zu Jahr kleiner. Viele jüdische Eltern mussten mit ihren Kindern fliehen, andere vermieden es, ihre Kinder in öffentliche Schulen zu schicken.1)

Erlass des Reichskultusministers (1935):
Eine Hauptvoraussetzung für jede gedeihliche Erziehungsarbeit ist die rassische Übereinstimmung von Lehrer und Schüler. Kinder jüdischer Abstammung bilden für … die ungestörte Durchführung der nationalsozialistischen Jugenderziehung auf den allgemeinen öffentlichen Schulen ein starkes Hindernis. … Ich beabsichtige daher, vom Schuljahr 1936 ab … eine möglichst vollständige Rassentrennung durchzuführen.“2)

Wenige Tage nach der Reichspogromnacht verordnete das Reichserziehungsministerium, es könne
keinem deutschen Lehrer und keiner deutschen Lehrerin mehr zugemutet werden, an jüdische Schulkinder Unterricht zu erteilen. Auch versteht es sich von selbst, dass es für deutsche Schüler und Schülerinnen unerträglich ist, mit Juden in einem Klassenraum zu sitzen. … Soweit es noch nicht geschehen sein sollte, sind alle zur Zeit eine deutsche Schule besuchenden (jüdischen) Schüler und Schülerinnen sofort zu entlassen.“
In voraus eilendem Gehorsam hatte der NS-Lehrerbund bereits am 10.11.38 verlangt,
„den Religionsunterricht mit sofortiger Wirkung niederzulegen, da wir eine Verherrlichung des jüdischen Verbrechervolkes in den deutschen Schulen nicht länger dulden können“
.3)

  • In den Jahresberichten des Beethoven-Gymnasiums werden für 1930/31 nur 8 jüdische Schülerinnen aufgeführt.
    1941/42: „2 jüdisch-mischblütig“. Auch dort werden regelmäßig „Dissidenten“ erfasst.
    Einige jüdische Eltern haben ihre Kinder bewusst als „Dissidenten“ in der öffentlichen Schule angemeldet.
    „Außerdem gab es jüdische Eltern, die ihre Kinder – aus welchen Gründen auch immer – bewusst als ‚Dissidenten’ in der öffentlichen Schule anmeldeten.“4)
  • „1933 hatten 17 jüdische Schüler die Schule besucht. Schon im August 1933 verließen die ersten das Steglitzer Gymnasium.
    Die tägliche Angst, die allgegenwärtige Diskriminierung, der Druck der Straße und die im ganzen wohl eher lautlosen Demütigungen in der Schule hatten die Eltern zu diesem Schritt veranlasst.“
    5)
  • „A. R. war 1933 Schüler unserer Schule geworden. Seine Mutter war jüdischer Konfession.
    1937 mussten er und seine Familie Deutschland verlassen.
    Es gibt nicht sehr viele Schüler aus unserer Schulgeschichte, von denen wir wissen, dass sie sich wie er gegen die Naziherrschaft an der Schule wehrten.“
    6)
  • Ab 1938 gab es an einigen Schulen keine jüdischen Schüler mehr.
Aus dem Schreiben an einen Schulleiter:
„… die zwangsläufige Entfernung aller jüdischen Schüler ist in der nächsten Zeit zu erwarten. Vielfach werden die Eltern Ihren Rat erbitten, welche Wege für die Weiterbildung und Vollendung der höheren Schullaufbahn den jüdischen Kindern noch offen stehen. Ich erlaube mir daher höflichst, Sie … auf das von der Aáas Israel Gemeinde in Berlin getragene Schulwerk aufmerksam zu machen.“7)

  • Schulleiter:
    „… bitte ich bis zum 17.10.42 einzutragen: Die jüdisch-mischblütigen Schüler, getrennt nach 1. und 2. Grades, namentlich“.8)
  • „Halbjuden“ scheinen am AGD unbehelligt geblieben zu sein.9)
    „Da niemand nach Gelegenheit suchte, Schule und Unterricht zum ideologischen Tummelplatz arischen Hochgefühls werden zu lassen, ging an den nichtarischen Schülern die Bitternis vorüber, dass auch noch ihre Schule sie zu unerwünschten, geduldeten Fremdlingen stempelte.“
    10)
  • Der französische Botschafter Poncet hatte 1933 angefragt, ob sein Sohn Heimschüler im AGD werden könne.
    Heimkurator Richter hat mit Blick auf die „nationale Erregung der Schülerschaft“ und „Temperatursteigerung in der nationalen Stimmung der Zöglingschaft“ abgeraten.
    Der Schulleiter befürwortet den Eintritt des Diplomatensohns: Man habe auch „andere Ausländer unter unseren Schülern und auch Söhne ausländischer Diplomaten. Es haben sich daraus bis jetzt nie Misshelligkeiten ergeben.“
    Die Behörden schließen sich den Bedenken Richters an:
    „Mit Recht lehnt das Arndt-Gymnasium die Aufnahme ab. Man kann deutschen Jungen nicht zumuten, mit dem französischen Judenbengel auch noch im Internat zusammenzuwohnen.“11)
  • 1940: „Der Kaufmann von Venedig“ am Arndt-Gymnasium:
    „Von dem schrecklichen Missbrauch der Shylock-Rolle war keine Spur zu entdecken. Mit dieser Auffassung der Rolle des Shylock standen S. Wischnewski und sein Regisseur G. Udke wohl einzigartig in der von antisemitischen Tendenzen verunstalteten Theaterwelt Deutschlands.“12)
  • Dem AGD wird die „Martin-Eduard-von-Simson-Stiftung vermacht. Der Preis wurde bis 1943 verliehen, obwohl er einen Juden ehrte. In der Nachkriegszeit wurde der Preis durch O. v. Simson erneuert.
    Er war Arndt-Schüler und musste als Jude 1939 Berlin verlassen.13)
  • Ernst Grünfeld (Abitur 1930 am AGD) ist „Sprecher des nicht kleinen Kreises unserer ehemaligen Schüler, die, gezwungen durch die Wahnsinnsideologie nationalsozialistischer Rassegesetze, ihre Dahlemer Heimat verlassen mussten.“14)
  • „Jüdische Lehrkräfte und Schülerinnen müssen die Schule verlassen, werden ausgegrenzt, deportiert und ermordet.“15)
Zur Erinnerung hat nur das Fichtenberg-Gymnasium vor der Schule einen „Stolperstein“ (s.o.) installieren lassen.

„Was aus den jüdischen Schülern geworden ist, … weiß keine Quelle zu berichten.“16)


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1) Dazu: Dieter Fitterling, „Die Rassentrennung im Schulwesen …“, a.a.O., S. 267 ff.
2) Zitiert nach: W. Conze, Der Nationalsozialismus 1934-1945, Klett, 1984, S. 77
3) Zitiert nach Dieter Fitterling, a.a.O., S. 300 f.
4) Dieter Fitterling, a.a.O., S. 270
5) Paul Nolte, a.a.O., S. 253
6) Schadow-Gymnasium, Homepage, Hundert Jahre Schadow-Schule: Bildschirmfotos
7) Lilienthal-Gymnasium, Festschrift 1996, S. 27 f.
8) Vermerkt in: Dreilinden-Gymnasium, Festschrift 1999, S. 38
9) , 11) , 12) , 13) Arndt-Gymnasium, Homepage, Geschichte der Schule: Bildschirmfotos
10) A. B. Wachsmuth, in Arndt-Gymnasium, Festschrift 1958, S. 37
14) Arndt-Gymnasium, Festschrift 1983, S. XXIV f.
15) Fichtenberg-Gymnasium, Homepage, Werte im Wandel: Bildschirmfotos
16) Gerhard Jordan (ehem. Schulleiter), in: Paulsen-Gymnasium, Festschrift 1983, S. 34
 
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